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Grundsätzliches
Orientierung der Schrift
 
Die hieroglyphische Schrift ist äußerst flexibel gegenüber unserer heutigen Schrift. Strenge orthographische Regeln gab es nicht. Es konnte sowohl in Reihen (waagerecht) als auch in Spalten (senkrecht), sowohl von links als auch von rechts geschrieben werden. Dabei richtet sich die Schriftrichtung immer nach der Stelle, an der die Zeichen angebracht wurden. Um die Leserichtung und den Anfang eines Textes zu finden, gibt es ein paar einfache Regeln:
Die Ägypter schrieben niemals von unten nach oben, dabei kommt es durchaus vor, daß ein Zeichen unter einem anderen steht, obwohl es da gar nicht hingehört. (Dazu später mehr.)
Zeichen von Tieren oder menschlichen Formen blicken immer in die Richtung des Textanfangs
Richtung der Schrift bei Texten Bezieht sich der Text auf ein Bild, z.B. auf Wandgemälden von Göttern, so schaut der zugehörige Gott bzw. die zugehörige Person auf den Anfang seines/ihres Textes. Die Hieroglyphen blicken in die gleiche Richtung wie die zugehörige Figur. (Das Bild rechts verdeutlicht dies. In Block A gehört der Text zur linken Person und ist von rechts nach links zu lesen. In Block B gehört der Text zu Amun und muß von links nach rechts gelesen werden.)
Richtung der Schrift auf Türen Inschriften auf Türen wurden immer so angebracht, daß die Zeichen zur Mitte hin blickten. (Siehe Bild.) Auf diese Weise kann der durch die Tür Hindurchschreitende die Texte am leichtesten lesen. Kein Zeichen wendet ihm "unhöflich" den Rücken zu.

 
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© Sebastian Niedlich
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