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Bilder aus Kairo (01.06. - 08.06.2006)
Museumsgarten
 

Der Garten vor dem Museum ist bereits voll mit Statuen und Stelen und viele nutzen die wenig Schatten spendenden Pflanzen, um sich hier ein wenig vom Besuch zu erholen.
Ich werde dieses Bild nutzen, um etwas über das Museum zu erzählen, denn dummerweise darf man mittlerweile darin weder fotografieren noch filmen. Rechts, außerhalb des Bildes, beim Eingang ist ein kleiner Raum, in dem man seine Apparate abgeben muß. Kontrolliert wird man hier sogar zweimal, einmal außen, bevor man in den Garten geht, und einmal im Gebäude selber. Diese ganze "Nicht fotografieren!" Geschichte hat mich wirklich angekotzt, da ich doch gerne ein paar Bilder für die Website gemacht hätte. (Und ich spreche nicht einmal von den Tut-Anch-Amun Stücken.)
Das Museum selbst ist Fluch und Segen zugleich. Es ist überwältigend wieviele Stücke, vor allem schöne Stücke sich dort finden. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, daß das Museum aus den Nähten platzt. Man kann sich einige Sachen nicht ansehen, weil sie buchstäblich mit anderen Artefakten zugebaut sind. Dem soll nun abgeholfen werden. In der Nähe der Pyramiden soll ein gigantisches neues Museum gebaut werden, bis es aber so weit ist, werden wohl noch ein paar Jahre vergehen.
Ansonsten kann man sagen, daß das Museum zwar voll ist, aber einige Räume trotzdem fast leer bleiben. Die meisten Leute rennen zu den großen Attraktionen, wie z.B. Tut-Anch-Amun, und interessieren sich einen Dreck für den Rest. In manchen Räumen war ich ganz für mich allein. Man sollte sich schon etwas Zeit nehmen, wenn man das Museum besucht. Mindestens einen halben Tag. (Ich finde manche Angaben in Reiseführern, wie z.B. "Nehmen Sie sich mindestens zwei Tage Zeit!", dann doch etwas übertrieben. Man muß nicht jeden Sarkophag Stunden betrachten.) Es ist schön sich einfach mal irgendwo hinzusetzen und die babylonische Sprachverwirrung auf einen einprasseln zu lassen. Führungen in allen Sprachen der Welt ziehen an einem vorbei. (Gerne hätte ich den japanischen Sumoringer in Badeschlappen fotografiert, der sich buchstäblich durch die Gänge quetschte.)
Zu den bekannten Artefakten brauche ich nichts zu sagen, aber in Raum 22 befinden sich ein paar Steine mit Hieroglyphen an der Wand rechts neben dem Eingang, die einem zeigen, daß nicht alle Ägypter in der Lage waren gute Figuren zu meißeln.
Der Mumiensaal schlägt mit rund 70 Pfund (etwa 10 Euro) zu Buche. Der Eintritt ins Museum kostet lediglich 40 Pfund. Dieses Mal habe ich mir den Eintritt gespart, aber wenn man evtl. nur einmal dort hin kommt, dann sollte man sich schon dort hineinbegeben. Mit Ramses II. liegt dort einer der größten Herrscher, die die Welt je gesehen hat.
 

 
© Sebastian Niedlich
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